Das EKG, kurz für Elektrokardiogramm, ist eine fundamentale und aufschlussreiche Untersuchungen in der Kardiologie. In unserer Praxis Kardio Pro in Düsseldorf bildet das EKG die Grundlage vieler diagnostischer Abklärungen, da es schnell, schmerzfrei und ohne jegliche Risiken wertvolle Informationen über die Funktion und den Zustand Ihres Herzens liefert. Dr. Raphael Bruno und sein Team nutzen modernste EKG-Technologie, um die elektrische Aktivität Ihres Herzens präzise aufzuzeichnen und fachkundig auszuwerten. Diese Untersuchung ist oft der erste und entscheidende Schritt zur Erkennung von Herzerkrankungen.
Das EKG: Was genau misst diese Untersuchung?
Das Herz ist ein Muskel, dessen rhythmische Kontraktionen durch schwache elektrische Impulse gesteuert werden. Jeder einzelne Herzschlag erzeugt ein charakteristisches elektrisches Feld, das sich bis an die Körperoberfläche ausbreitet. Ein EKG-Gerät ist in der Lage, diese minimalen elektrischen Spannungsänderungen über Elektroden, die auf der Haut platziert werden, zu messen und als Kurve grafisch darzustellen – die sogenannte Herzstromkurve.
Diese Kurve gibt dem Kardiologen detaillierte Auskunft über:
- Herzfrequenz: Die Geschwindigkeit, mit der das Herz schlägt (Anzahl der Schläge pro Minute).
- Herzrhythmus: Die Regelmäßigkeit des Herzschlags. Unregelmäßigkeiten (Arrhythmien) können so zuverlässig erkannt werden.
- Erregungsbildung und -ausbreitung: Der Ursprung und der Weg der elektrischen Impulse im Herzen. Störungen in diesem Leitungssystem (z.B. ein Schenkelblock) werden im EKG sichtbar.
- Hinweise auf Herzerkrankungen: Das EKG kann typische Veränderungen zeigen, die auf einen akuten oder bereits abgelaufenen Herzinfarkt, eine Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder eine Verdickung der Herzwand hindeuten.
Die Auswertung eines Elektrokardiogramms erfordert große Erfahrung und Fachwissen, um die feinen Nuancen der Kurven richtig zu interpretieren und in den klinischen Gesamtkontext einzuordnen.
Die verschiedenen EKG-Arten in unserer Düsseldorfer Praxis
Nicht alle Herzprobleme treten permanent auf. Manche zeigen sich nur unter Belastung oder zu bestimmten Tageszeiten. Um ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten, setzen wir in unserer Praxis für Kardiologie in Düsseldorf verschiedene Arten der EKG-Untersuchung ein, die auf die jeweilige Fragestellung zugeschnitten sind.
Das Ruhe-EKG (12-Kanal-EKG)
Dies ist die Standardform der Untersuchung. Sie wird im Liegen in einer entspannten Atmosphäre durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Dabei werden zehn Elektroden an Brustkorb, Armen und Beinen angebracht, die die Herzströme aus zwölf verschiedenen Blickwinkeln ableiten. Das Ruhe-EKG ist die Basisdiagnostik bei fast jedem kardiologischen Erstkontakt und liefert eine Momentaufnahme der Herzaktivität.
Das Belastungs-EKG (Ergometrie)
Beim Belastungs-EKG wird die Herzstromkurve unter definierter körperlicher Anstrengung, meist auf einem Fahrradergometer, aufgezeichnet. Ziel ist es, Veränderungen aufzudecken, die erst unter Belastung auftreten. Dies ist besonders wichtig zur Diagnose der koronaren Herzkrankheit (KHK), bei der Engstellen in den Herzkranzgefäßen zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels führen können. Gleichzeitig werden das Blutdruckverhalten und mögliche Rhythmusstörungen unter Belastung beurteilt.
Das Langzeit-EKG (Holter-EKG)
Für die Aufzeichnung eines Langzeit-EKGs tragen Sie ein kleines, tragbares Aufnahmegerät für in der Regel 24 bis zu 72 Stunden bei sich. Über drei bis fünf auf die Brust geklebte Elektroden wird Ihr Herzrhythmus kontinuierlich über den gesamten Zeitraum aufgezeichnet, während Sie Ihrem normalen Alltag nachgehen. Diese Methode ist unverzichtbar, um nur sporadisch auftretende Herzrhythmusstörungen, wie Herzstolpern oder Herzrasen, oder unklare Ohnmachtsanfälle (Synkopen) abzuklären.
Vergleich der gängigsten EKG-Verfahren
EKG-Typ | Ziel der Untersuchung | Dauer | Typische Indikationen |
Ruhe-EKG | Erfassung der Herzaktivität in Ruhe | ca. 5-10 Minuten | Basisdiagnostik, Verdacht auf Herzinfarkt, Rhythmusstörungen |
Belastungs-EKG | Beurteilung der Herzfunktion unter Anstrengung | ca. 20-30 Minuten | Verdacht auf KHK, Abklärung von Brustschmerz, Bluthochdruck |
Langzeit-EKG | Aufzeichnung des Rhythmus über 24 Stunden | 24 Stunden (oder länger) | Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Ohnmachtsanfälle |
Die Entscheidung, welches EKG-Verfahren zum Einsatz kommt, trifft Dr. Raphael Bruno individuell auf Basis Ihrer Symptome und Ihrer Krankengeschichte.
EKG-Auswertung: Was Ihr Herzspezialist erkennen kann
Ein einzelner Zacken im EKG kann für den Laien unbedeutend wirken, für den erfahrenen Kardiologen jedoch eine Fülle von Informationen enthalten. Die präzise Analyse der Herzstromkurve ermöglicht die Diagnose oder zumindest den begründeten Verdacht auf eine Vielzahl von Herzzuständen und -erkrankungen.
Mithilfe des EKGs können wir unter anderem folgende Befunde erheben:
- Herzrhythmusstörungen:
- Zu schneller Herzschlag (Tachykardie)
- Zu langsamer Herzschlag (Bradykardie)
- Unregelmäßiger Herzschlag wie bei Vorhofflimmern oder Extrasystolen (Herzstolpern)
- Durchblutungsstörungen des Herzens:
- Typische Anzeichen für einen akuten Herzinfarkt
- Hinweise auf einen früher durchgemachten („stummen“) Herzinfarkt
- Zeichen einer Sauerstoffunterversorgung unter Belastung (koronare Herzkrankheit)
- Veränderungen an der Herzstruktur:
- Hinweise auf eine Verdickung der Herzwand (Herzwandhypertrophie), oft als Folge von langjährigem Bluthochdruck
- Anzeichen für eine Belastung des rechten oder linken Herzens
- Entzündliche Herzerkrankungen:
- Spezifische Veränderungen, die auf eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) hindeuten können
- Sonstige Befunde:
- Störungen der Elektrolytbalance (z.B. Kaliummangel oder -überschuss)
- Nebenwirkungen bestimmter Medikamente auf das Herz
Das EKG ist somit ein unverzichtbares Werkzeug in der kardiologischen Diagnostik in unserer Praxis in Düsseldorf.

Der Ablauf eines EKG bei Kardio Pro Düsseldorf
Wir möchten, dass Sie sich bei jeder Untersuchung bei uns gut aufgehoben fühlen. Deshalb legen wir Wert auf einen transparenten und ruhigen Ablauf, gerade bei einer so zentralen Untersuchung wie dem EKG.
Ein Ruhe-EKG läuft in der Regel wie folgt ab:
- Vorbereitung: Sie werden gebeten, Ihren Oberkörper freizumachen. Unsere medizinischen Fachangestellten bitten Sie, sich entspannt auf eine Untersuchungsliege zu legen.
- Anbringen der Elektroden: An definierten Punkten an Ihrem Brustkorb sowie an Ihren Armen und Beinen werden kleine Klebeelektroden platziert. Damit die elektrische Leitfähigkeit optimal ist, wird die Haut an diesen Stellen eventuell kurz gereinigt.
- Aufzeichnung: Das EKG-Gerät wird gestartet. Die Aufzeichnung selbst dauert nur wenige Sekunden bis zu einer Minute. Während dieser Zeit ist es wichtig, dass Sie ruhig liegen und nicht sprechen, um die Messung nicht zu stören.
- Abschluss: Nach der Aufzeichnung werden die Elektroden wieder entfernt. Die gesamte Prozedur ist absolut schmerzfrei. Sie spüren lediglich das Anbringen und Entfernen der Elektroden auf der Haut.
Die Auswertung des EKGs erfolgt im Anschluss durch Dr. Raphael Bruno, der Ihnen den Befund verständlich erläutern wird.
Häufige Fragen zum EKG (Elektrokardiogramm)
Im Folgenden beantworten wir einige Fragen, die uns Patienten häufig zum Thema Elektrokardiogramm stellen.
Ist ein EKG schmerzhaft oder gefährlich?
Nein, ein EKG ist eine vollkommen schmerzfreie und sichere Untersuchung. Es wird kein Strom in den Körper geleitet; das Gerät misst lediglich die körpereigenen, sehr schwachen elektrischen Ströme des Herzens. Sie spüren nichts von der eigentlichen Messung, und es gibt keinerlei Strahlenbelastung oder Nebenwirkungen.
Muss ich mich auf ein EKG vorbereiten?
Für ein Ruhe-EKG oder Langzeit-EKG ist keine spezielle Vorbereitung nötig. Sie können wie gewohnt essen, trinken und Ihre Medikamente einnehmen. Für ein Belastungs-EKG sollten Sie bequeme Kleidung und Sportschuhe mitbringen und kurz vor der Untersuchung keine üppige Mahlzeit zu sich nehmen.
Was bedeutet es, wenn mein EKG „nicht in Ordnung“ ist?
Ein auffälliger EKG-Befund bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine schwere Herzerkrankung vorliegt. Es ist zunächst ein wichtiger diagnostischer Hinweis, dem nachgegangen werden muss. Dr. Raphael Bruno wird das Ergebnis immer im Zusammenhang mit Ihren Symptomen und weiteren Untersuchungen bewerten und Ihnen genau erklären, was der Befund bedeutet und welche weiteren Schritte eventuell sinnvoll sind.
Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis meines EKG erhalte?
Das Ergebnis eines Ruhe- oder Belastungs-EKGs liegt sofort nach der Untersuchung vor und wird Ihnen in der Regel direkt im Anschluss vom Arzt erläutert. Die Auswertung eines Langzeit-EKGs dauert etwas länger, da die Aufzeichnung von 24 Stunden analysiert werden muss. Meist erhalten Sie hierfür einen separaten Besprechungstermin oder werden telefonisch über das Ergebnis informiert.
Warum muss ein EKG manchmal wiederholt werden?
Ein EKG ist immer eine Momentaufnahme. Da sich der Zustand des Herzens verändern kann, ist es bei bestimmten Krankheitsbildern oder zur Kontrolle einer Therapie sinnvoll, die Untersuchung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. So können wir den Krankheitsverlauf beurteilen und die Behandlung bei Bedarf anpassen, was ein wichtiger Aspekt der modernen kardiologischen Versorgung ist.
Kann ein EKG einen zukünftigen Herzinfarkt vorhersagen?
Ein Ruhe-EKG kann keine sichere Vorhersage über einen zukünftigen Herzinfarkt treffen. Es kann jedoch Risikofaktoren oder bereits bestehende Schäden aufdecken, die das Infarktrisiko erhöhen. Ein Belastungs-EKG ist hier aussagekräftiger, da es Durchblutungsstörungen unter Anstrengung zeigen kann, die ein wesentlicher Risikofaktor für einen Herzinfarkt sind.
Was ist der Unterschied zwischen einem EKG und einem Herzultraschall?
Das EKG misst die elektrische Aktivität des Herzens und gibt Auskunft über Rhythmus und Erregungsleitung. Der Herzultraschall (Echokardiographie) hingegen ist ein bildgebendes Verfahren, das die Struktur des Herzens darstellt. Es zeigt die Größe der Herzkammern, die Dicke der Wände und die Funktion der Herzklappen – Informationen, die das EKG nicht liefern kann. Beide Untersuchungen ergänzen sich daher perfekt.
Können Störfaktoren das EKG-Ergebnis beeinflussen?
Ja, das EKG ist eine sehr empfindliche Messung. Muskelzittern, starke Bewegungen oder das Sprechen während der Aufzeichnung können die Kurve stören und die Auswertung erschweren. Unsere erfahrenen medizinischen Fachangestellten sorgen daher für eine ruhige Umgebung und geben Ihnen klare Anweisungen, um ein qualitativ hochwertiges und aussagekräftiges Ergebnis zu gewährleisten.
Wird bei Kindern auch ein EKG gemacht?
Ja, auch bei Kindern und Jugendlichen ist das EKG eine wichtige und unkomplizierte Untersuchungsmethode, zum Beispiel zur Abklärung von angeborenen Herzfehlern, Herzrhythmusstörungen oder im Rahmen von sportmedizinischen Tauglichkeitsuntersuchungen. Die Elektroden und die Auswertungskriterien werden dabei an die altersentsprechenden Besonderheiten angepasst.
Was bedeutet „Sinusrhythmus“ im EKG-Befund?
Der Begriff „Sinusrhythmus“ ist der Normalbefund im EKG. Er bedeutet, dass der elektrische Impuls für den Herzschlag vom natürlichen Taktgeber des Herzens, dem Sinusknoten, ausgeht und der Herzschlag regelmäßig ist. Findet sich dieser Begriff in Ihrem Befund, ist das aus rhythmologischer Sicht ein gutes Zeichen.
Ihre Herzgesundheit im Blick: Das EKG in unserer Praxis
Das Elektrokardiogramm ist und bleibt ein Eckpfeiler der kardiologischen Diagnostik. In der Praxis Kardio Pro Düsseldorf stellt das EKG in seinen verschiedenen Formen die Basis für eine verantwortungsvolle und fundierte Betreuung Ihrer Herzgesundheit dar. Dr. Raphael Bruno gewährleistet durch seine Expertise eine sorgfältige Auswertung und eine verständliche Erläuterung aller Befunde. Wenn bei Ihnen eine EKG-Untersuchung ansteht oder Sie sich Sorgen um Ihre Herzgesundheit machen, vereinbaren Sie gerne einen Termin.
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