Sportkardiologie

Ihre Vorteile

Umfassendes Diagnose- und Behandlungsspektrum durch den Sportkardiologen für alle Leistungsstufen

Modernste Praxisausstattung mit Ultraschall, Lungenfunktion und professionellem Fahrradergometer

Individuelle Trainingsprogramme für Gesundheits-, Freizeit- und Leistungssport

Leistungsdiagnostik mittels Laktattest

Sportberatung und Vorsorge bei Herzerkrankungen (z.B. nach Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung oder Herzschwäche oder nach einer Covid-19-Erkrankung)

Empfohlene Sportmedizinerin der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), dadurch werden die Kosten für eine sportmedizinische Untersuchung von den meisten gesetzlichen Krankenkassen zumindest anteilig übernommen.

Was ist Sportkardiologie?

Die Sportkardiologie beschäftigt sich mit der Wirkung von Sport auf den Menschen, auf dessen Herz-Kreislaufsystem, den Stoffwechsel und die Psyche. Diese Expertise bieten wir an. In der Sportkardiologie werden fundierte Kenntnisse der Kardiologie wie auch der Sportmedizin kombiniert. In unserer Düsseldorfer Facharztpraxis für Kardiologie bestehen neben der sportmedizinischen Untersuchung die Möglichkeiten eines kardiologischen Check-ups, Leistungsdiagnostik mittels Spiroergometrie sowie einer daraus resultierenden Trainingsempfehlung durch den Sportkardiologen.

Dr. Susanne Berrisch-Rahmel ist Sportmedizinerin und ausgezeichnete Sportkardiologin. Als Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie in Düsseldorf verfügt sie über langjährige klinische Erfahrung. Sie unterstützt sie ihre Patienten dabei, körperliche Fitness und Gesundheit zu erhalten oder zurück zu erlangen. Mit Hilfe moderner Leistungsdiagnostik und individuellen Trainingsplänen, unterstützt sie Sportler beim Erreichen ihrer Wettkampf-Ziele.

Sportkardiologie als Basis für gesunden Sport

Sport- und bewegungsbezogene Fragestellungen erlangen eine zunehmende Bedeutung in der Prävention und Therapie kardiologisch-internistischer Krankheitsbilder.

Fundierte Trainingsprogramme auch für Menschen mit Risikokonstellationen

Auch wenn körperliche Aktivität oft nur begleitend neben apparativen, interventionellen und medikamentösen Verfahren steht, ist der Stellenwert einer erhöhten körperlichen Fitness als unabhängiger Therapie- und Prognosemarker durch zahlreiche Studien der letzten Dekaden belegt. Regelmäßiges Training wird als Therapiemaßnahme in Leitlinien zur Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen mit hohem bis höchstem Evidenzgrad empfohlen. Strukturierte Trainingsprogramme über das reine Freizeitvergnügen hinaus sind daher wichtige therapeutische Interventionen. Auf der Basis eines qualitätsgesicherten ärztlichen Wissens sollte dieses regelmäßig für Patienten, auch solchen mit fortgeschrittenen Herzerkrankungen, angeboten werden. Nicht ausreichend ist es, pauschale Empfehlungen zu mehr Bewegung auszusprechen oder Bewegung und Sport ohne konkrete Empfehlung vereinfacht als gesunde Maßnahme darzustellen.

Insbesondere Patienten mit metabolischen Risikokonstellationen haben nicht selten noch nie in ihrem bisherigen Leben systematisch trainiert und keinerlei Vorstellung, wie sie den optimalen Nutzen aus einem regelmäßigen Training ziehen oder dieses überhaupt erst beginnen sollen. Hier sind im Rahmen einer Lebensstilmodifikation individuelle Trainingsempfehlungen nötig, basierend auf den Ergebnissen einer sportkardiologischen Vorsorgeuntersuchung.

Entgegengesetzt zum Trend der Inaktivität, haben wir tendenziell zunehmend hohe Teilnehmerzahlen bei Wettkämpfen mit intensiv betriebenen Freizeitsportarten wie Marathon oder Triathlon. Im besonderen Fokus des Medieninteresses steht der Hochleistungssportler. Zur Prävention sportassoziierter kardialer Ereignisse bis hin zur Verhinderung des plötzlichen Herztodes sollen standardisierte Vorsorgeuntersuchungen dienen, die in vielen sportlichen Disziplinen mittlerweile obligat sind und von den Verbänden und den Berufsgenossenschaften eingefordert werden.

Etablierung klarer sportkardiologischer Kompetenzen und Standards

Das Wissen um die kardiovaskuläre Adaptation an sportliche Trainingsreize ist Vorrausetzung, um Besonderheiten des Sportlers bzw. krankhafte Veränderungen zu erkennen und richtig einschätzen zu können. Der Sportler soll einerseits nicht unnötigen Untersuchungen und den damit verbundenen Verunsicherungen und möglichen Trainings- und Wettkampfpausen ausgesetzt werden, andererseits dürfen nicht alle Auffälligkeiten als sportassoziiert banalisiert werden. Das Curriculum Sportkardiologie umfasst in diesem Zusammenhang Empfehlungen zur richtigen Interpretation sportspezifischer kardiologischer Veränderungen.

Alles umfassend ist das Ziel die Etablierung klarer sportkardiologischer Kompetenzen und Standards, um allen Personen, die Sport treiben, den größtmöglichen Nutzen bei geringstmöglichem Risiko empfehlen zu können.

Bevor der Sportkardiologe Sportempfehlungen geben kann, müssen einige  Sachverhalte geklärt werden

  • Kardiale Grunderkrankung

Zunächst wird geprüft, ob eine Herzerkrankung vorhanden ist. Zudem ist es wichtig, ob Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder  Herzerkrankungen in der blutsverwandten Familie vorliegen.

Hierzu nutzen wir aktuelle Untersuchungen des Herz-Kreislaufsystem, Blutwerte, ältere Vorbefunde und stellen eine Diagnose.

  •  Ausprägung der Erkrankung

Als erstes stufen wir die Krankheit ein. Liegt zum Beispiel ein hoher Blutdruck vor, so handelt es sich um eine stabile Situation, wenn die Werte im Normbereich liegen. Bei entsprechender Indikation wird der Herzmuskel mit Hilfe der Echokardiographie untersucht. Wenn der Herzmuskel keinen Schaden genommen hat kann eine Belastungsuntersuchung erfolgen. Die Prüfung des Blutdruckverhaltens unter Belastung findet normalerweise als Fahrrad-Ergometrie statt. So können wir das Ausmaß einer vorliegenden Erkrankung des Herzkreislaufsystems und ein eventuelles Risiko unter sportlicher Belastung abschätzen.

  • Komorbiditäten

Nicht selten hat ein Patient jedoch nicht nur eine Erkrankung. Auch bei sportlichen Menschen kann es bereits im mittleren Lebensalter zu Arthrose (Verschleiß der Gelenke) kommen. Deshalb kann für manche Sportarten, die dem Patienten Spaß machen würden, eine Einschränkung besteht.

  • Alter des Patienten

Ein besonderer Risikofaktor ist das Alter. Trotzdem es ist nie zu spät mit Bewegung zu beginnen! Wenngleich manche Sportart nicht mehr geeignet ist, gibt es gerade im Ausdauerbereich noch viele Sportmöglichkeiten. Mit einer umsichtigen sportmedizinischen Untersuchung im Vorfeld können wir entsprechende individuelle Sportempfehlungen aussprechen.

  • Sportliche Vorerfahrung

Die Sportarten selber  werden eingeteilt in Ausdauer-, Spielsport, Kraft- und Techniksportarten sowie deren Kombinationen. Jede Sportart und der Grad ihrer Ausübung hat eine eigene Intensität.  Hat man eine lange Sportpause gemacht, fällt es in der Regel leichter wieder in das bekannte Training einzusteigen, als wenn eine Sportart neu erlernt werden muss.

Sportkardiologie und Sportmedizin beurteilen die zumutbare Leistungsgrenze des Sportlers, so dass Sie auch hier die bestmögliche Basis für eine sportärztliche Empfehlung bekommen.

  • Kardiopulmonale Belastbarkeit

Jede körperliche Belastung setzt eine gewisse körperliche Fitness voraus. So ist es nach einer Erkrankung oder längeren Trainingspause sinnvoll, zunächst mit einer niedrigen Intensität zu starten. Um die Leistungsfähigkeit einschätzen zu können sind sportkardiologiesche Belastungsuntersuchungen wie die Ergometrie sinnvoll.

Somit gilt für alle Patienten nicht die Frage, ob die Herzpatientin oder der Herzpatient Sport treiben darf, sondern welcher Sport in welcher Intensität und mit welchem Umfang individuell der Richtige ist.

Intensitäten der unterschiedliche Sportarten aus Sicht der kardiologischen Beanspruchung

Das Sportler-EKG

EKG-Veränderungen beim Sportler

Der plötzliche Herztod (PHT) bei Athleten und Freizeitsportlern stellt nicht nur wegen des individuellen Schicksals und dem breiten Öffentlichkeitsinteresse, sondern auch wegen seiner komplexen Genese eine ärztliche Herausforderung dar. Insgesamt handelt es sich zwar um ein relativ seltenes Ereignis (1: 40.000 – 1: 80.000), jedoch kann durch eine frühzeitige Identifikation einer Grunderkrankung ein PHT effektiv vermieden werden.
Hierbei sollte berücksichtigt werden, dass auch die EKG-Untersuchung nicht alle zum PHT führenden kardialen Erkrankungen vollständig erfassen kann (KHK, Koronaranomalien, inkomplette Expression einer Krankheit, Myokarditis, Dopingfolgen etc.). Ein EKG-Screening dieser großen Population verlangt besondere Kenntnis der Besonderheiten des Verfahrens bei Athleten. Die Unterscheidung von trainingsbedingten Veränderungen zu pathologischen Varianten stellt oft eine Herausforderung dar.

Im Jahr 2015 wurden die „Revised Seattle-Kriterien“ oder „International recommendations for electrocardiographic interpretation in athletes“ als derzeitiger Standard der EKG- Untersuchung beim Athleten von Sharma S. et al zeitgleich in den führenden europäischen und amerikanischen Journalen ( European Heart Journal (EHJ), Journal of the American College of Cardiology (JACC), British Journal of Sports Medicine (BJSM) veröffentlicht.

Schema möglicher EKG Veränderungen beim Sportler: Trainingsbedingte adaptive Veränderungen, Borderline Veränderungen, ungewöhnlich nicht sportbedingte Veränderungen, Normvarianten und pathologische Veränderungen

Standardisiert wurden trainingsbedingte typische EKF-Veränderungen von potenziell pathologischen EKG-Veränderungen abgegrenzt. Didaktisch geschickt wurde ein Ampelsystem gewählt, wonach „grüne“ EKG-Befunde festgelegt wurden, bei deren Vorliegen – immer eine unauffällige Anamnese und Familienanamnese vorausgesetzt – keine weitere Abklärung erforderlich ist. Es gibt „rote“ Befunde, die unbedingt weiter abgeklärt werden sollten und „gelbe“ Graubereich- oder Borderlinebefunde.

Dr. med. Dierk-Christian Vogt, Dr. med. Susanne Berrisch-Rahmel, Dr. med. Rainer Steinhard Sharma S. et al, Eur Heart J 2018;39:1466–1480

Zusatzqualifikation Sportkardiologie

Körperliches Training ist mit vielen positiven Gesundheitseffekten assoziiert, und das in jedem Alter. Ob Walking, Radfahren, Joggen, Tanzen oder anderes – erlaubt ist, was Spaß macht.

  • Eine sportkardiologische Untersuchung kann helfen, ein körperliches Training richtig durchzuführen und Risiken zu minimieren.
  • Für den Hobbysportler oder Profi ist eine stabile Gesundheit die wichtigste Voraussetzung für eine gute Leistungsfähigkeit im Sport.
  • Neu- und Wiedereinsteigern im Bereich Freizeit- und Breitensport jeden Alters (vom Kind bis zum Senioren) wird empfohlen, sich sportkardiologisch untersuchen zu lassen.

Wir können altersunabhängig auch Patienten, die bereits an einer Herzerkrankung leiden und dennoch körperlich aktiv sein möchten, hinsichtlich der Teilnahme an einer Herzsportgruppe in unserer sportkardiologischen Praxis untersuchen und beraten.

Dr. Susanne Berrisch-Rahmel ist die erste Kardiologin in Deutschland, die 2019 die Zusatzqualifikation Sportkardiologie im höchsten Level ( Stufe 3 ) erhalten hat.

Siegel Sportkardiologie W

Publikationen zum Thema Sportkardiologie

Dr. Susanne Berrisch-Rahmel hat in den vergangenen Jahren verschiedene Fachbücher und Fachartikel zum Thema Sportkardiologie veröffentlicht, die wir Ihnen hier vorstellen.

Sportherz und Herzsport – Praktischer Leitfaden für die moderne Sportkardiologie

Der Inhalt des Buchs steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in
der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch).

Das gesunde Sportherz
• Beurteilung des Sportherzens: was ist normal,
was pathologisch?
• Physiologische Grundlagen – was macht Sport
am Herzen?

Sportherz und Differenzialdiagnose von Herzerkrankungen
• Empfehlungen zur Betreuung von Sportlern
und Sporttreibenden
• Ermittlung der individuellen Leistungsfähigkeit

Herzsport in der Praxis
• Betreuung von kardial erkrankten Rehabilitationspatienten
• Sportvorsorgeuntersuchungen mit Beurteilung
der Belastbarkeit

Buch Sportherz und Herzsport

Curriculum Sportkardiologie

Das Curriculum Sportkardiologie – so heißt der Beitrag in der im Thieme Verlag erscheinenden Zeitschrift „Aktuelle Kardiologie“. Die Ziele der „Zusatzqualifikation Sportkardiologie“ werden beschrieben.

Die Sportkardiologie ist eine neue und sich schnell entwickelnde Subspezialität der Kardiologie mit wachsender Bedeutung. Sport- und bewegungsbezogene Fragestellungen erlangen zunehmend Bedeutung in der Prävention und Therapie kardiologisch-internistischer Krankheitsbilder. Kardiologen mit der Zusatzqualifikation haben eine besondere Kenntnis und Kompetenz und decken das gesamte Spektrum der sportkardiologischen Versorgung ab, vom Herzpatienten bis hin zur Beurteilung von Leistungsportlern.

COVID und Sport

„Ergometrie und Ergometertraining“; Teil 1 Bevölkerungsschichten zu einer drastischen Verminderung des täglichen Bewegungsumfangs geführt. „Stay at home“: Herzsportgruppen fanden nicht mehr statt, Vereine haben ihr Sportprogramm eingestellt und Fitnessstudios geschlossen. Durch Home Office oder Homeschooling fallen selbst kurze Alltagswege aus. Aus Angst vor einer Infektion mit SARS-CoV2 schränken insbesonders Patienten mit chronischen Herzerkrankungen ihre Aktivitäten ein. Die Empfehlung für Herzpatienten ist, unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln das Haus zu verlasssen und täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen, daheim ein dosiertes Ergometertraining (nach Empfehlung des Arztes) durchzuführen und dies um einfache Kräftigungs- und Dehnübungen zu ergänzen.

covid 19 und sport 1 kardiologie duesseldorf berrisch rahmel

COVID und Sport

„Return to Sport“; Teil 2 Um Sportlern und Medizinern eine erste Orientierung zu geben, haben internationale sportmedizinische  Expertengremien zur Frage „Sport & COVID-19“ Stellung bezogen. Neben dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) mit der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) haben u.a. die EFSMA (European Federation of Sports Medicine Associations) Positionspapiere und Experteneinschätzungen formuliert, die auf dem derzeitigen Stand medizinischer Erkenntnisse basieren und fortlaufend überarbeitet werden.

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