Sportkardiologie in Düsseldorf: Expertise für das Sportherz bei Dr. Bruno

Sportkardiologie ist die hochspezialisierte Disziplin, die sich mit den komplexen Wechselwirkungen zwischen intensiver sportlicher Betätigung und dem Herz-Kreislauf-System befasst.1 Sie ist das entscheidende Bindeglied zwischen der Kardiologie und der Sportmedizin und erfordert tiefgreifendes Wissen über beide Fachbereiche.2 Als zertifizierter Sportkardiologe bietet Ihnen Dr. Raphael Bruno in seiner Praxis in Düsseldorf eine Betreuung auf höchstem Niveau, die darauf abzielt, Ihre Leistungsfähigkeit zu optimieren und gleichzeitig die Sicherheit Ihres Herzens zu gewährleisten.3

Was ist Sportkardiologie und wer benötigt einen Sportkardiologen?

Die Sportkardiologie geht weit über eine allgemeine sportmedizinische Untersuchung hinaus. Sie beschäftigt sich mit den spezifischen Anpassungen des Herzens an Training, der Abgrenzung dieser normalen Veränderungen von krankhaften Befunden und der Prävention des seltenen, aber tragischen plötzlichen Herztodes im Sport. Darüber hinaus berät der Sportkardiologe Athleten mit bekannten Herzerkrankungen, um ein sicheres Maß an sportlicher Aktivität zu definieren.

Eine sportkardiologische Abklärung ist insbesondere für folgende Personengruppen essenziell:

  • Leistungs- und Wettkampfsportler aller Altersklassen.
  • Ambitionierte Freizeitsportler, die intensiv trainieren (z.B. für Marathon oder Triathlon).
  • Sportler mit Symptomen wie Brustschmerz, Schwindel, übermäßiger Atemnot oder Herzrasen unter Belastung.
  • Personen mit einer positiven Familienanamnese für plötzlichen Herztod oder angeborene Herzerkrankungen.
  • Patienten mit bekannten Herzerkrankungen, die weiterhin sportlich aktiv sein möchten („Return to Sport“).

Das „Sportlerherz“: Normale Anpassung oder krankhafter Befund?

Regelmäßiges und intensives Ausdauertraining führt zu einer physiologischen, also normalen, Anpassung des Herzens. Es wird größer, die Herzwände werden moderat dicker und der Ruhepuls sinkt. Dieses „Sportlerherz“ ist ein Zeichen für eine hohe Leistungsfähigkeit. Einige ernsthafte Herzerkrankungen, wie die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), können im Ultraschall jedoch ein ähnliches Bild einer Wandverdickung zeigen.

Die Kernkompetenz der Sportkardiologie liegt darin, diese beiden Zustände sicher voneinander zu unterscheiden. Dies erfordert höchste Expertise in der Echokardiographie und der Interpretation des Sportler-EKGs.

Abgrenzung: Physiologisches Sportlerherz vs. Pathologische Hypertrophie

Merkmal

Physiologisches Sportlerherz

Pathologische Hypertrophie (z.B. HCM)

Art der Verdickung

Harmonisch, symmetrisch, meist < 13 mm

Oft asymmetrisch, ungleichmäßig, > 15 mm

Größe der Herzkammer

Meist vergrößert (dilatiert)

Oft normal groß oder sogar verkleinert

Diastolische Funktion

Normal oder verbessert (Herz füllt sich gut)

Oft gestört (Herz ist steif und füllt sich schlecht)

EKG-Veränderungen

Typische, harmlose „Sportler-Veränderungen“

Oft deutlich krankhafte EKG-Muster

Verhalten bei Trainingspause

Die Veränderungen bilden sich langsam zurück

Die Verdickung bleibt bestehen oder nimmt zu

Sportkardiologisches Screening: Prävention des plötzlichen Herztodes im Sport

Obwohl sehr selten, ist der plötzliche Herztod bei einem jungen, scheinbar gesunden Athleten ein tragisches Ereignis. Die Hauptursache sind meist unerkannte, angeborene Herzerkrankungen. Das Ziel des sportkardiologischen Screenings ist es, Athleten mit einem erhöhten Risiko durch eine gezielte Untersuchung zu identifizieren, bevor es zu einem Notfall kommt.4

Eine solche Untersuchung im Rahmen der Sportkardiologie ist besonders wichtig, wenn bei Ihnen bestimmte Warnsignale („Red Flags“) auftreten:

  • Schwindel oder Ohnmacht (Synkope) während oder kurz nach dem Sport
  • Unangemessen starke Luftnot oder Brustschmerzen bei Belastung
  • Unerklärliches Herzrasen oder -stolpern
  • Plötzlicher, unerklärlicher Leistungsabfall
  • Fälle von plötzlichem Herztod bei Verwandten unter 50 Jahren

Bei Vorliegen eines dieser Symptome ist eine sofortige sportkardiologische Abklärung zwingend erforderlich.

Sportkardiologie bei bekannten Herzerkrankungen: Sicher aktiv bleiben

Die Diagnose einer Herzerkrankung bedeutet heute in den meisten Fällen nicht mehr das Ende der sportlichen Aktivität. Im Gegenteil: Gezielte Bewegung ist oft ein wichtiger Teil der Therapie. Die Sportkardiologie spielt hier eine entscheidende Rolle bei der Beantwortung der „Return to Sport“-Frage. Nach einer sorgfältigen Analyse des individuellen Befundes kann der Sportkardiologe klare Empfehlungen aussprechen, welche Sportarten in welcher Intensität sicher und gesundheitsfördernd sind. Dies gilt für Patienten nach einem Herzinfarkt, mit Herzrhythmusstörungen oder auch mit angeborenen Herzfehlern.

Die sportkardiologische Untersuchung: Unser Vorgehen

Eine sportkardiologische Untersuchung ist umfassender als ein einfacher Gesundheitscheck. Sie fokussiert sich gezielt auf die kritischen Aspekte der Herzgesundheit im Sport.5

Die Untersuchung in unserer Praxis in Düsseldorf umfasst typischerweise:

  1. Spezialisierte Anamnese: Detaillierte Erfragung der sportlichen Aktivitäten, der Familienanamnese und eventueller Symptome.6
  2. Körperliche Untersuchung: Mit besonderem Augenmerk auf mögliche Anzeichen für Herzerkrankungen.7
  3. 12-Kanal-EKG in Ruhe: Auswertung nach den international anerkannten, spezifischen Kriterien für Sportler-EKGs.
  4. Echokardiographie (Herzultraschall): Die zentrale Untersuchung zur Beurteilung von Herzmuskel, -kammern und -klappen, um strukturelle Anomalien auszuschließen.
  5. Belastungs-EKG (Ergometrie): Zur Beurteilung von Blutdruck, Herzfrequenz und Rhythmus unter maximaler Belastung und zur Aufdeckung von Ischämien.
  6. Zusammenfassende Beurteilung und Beratung: Am Ende steht eine klare Aussage zur Sporttauglichkeit und eine individuelle Beratung.

Häufige Fragen aus der Sportkardiologie

Hier finden Sie Antworten auf häufige, spezielle Fragen aus dem Bereich der Sportkardiologie.

Was ist die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) und warum ist sie für Sportler gefährlich?

Die HCM ist eine angeborene Verdickung des Herzmuskels. Sie ist die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod bei jungen Sportlern. Unter starker körperlicher Belastung kann es bei HCM zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen. Die Abgrenzung zum harmlosen Sportlerherz ist die zentrale Aufgabe der Sportkardiologie.

Ich hatte eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis). Wann darf ich wieder Sport treiben?

Nach einer Myokarditis ist eine strikte Sportpause von mindestens drei, oft sogar sechs Monaten, unerlässlich. Die Freigabe für eine schrittweise Wiederaufnahme des Trainings darf ausschließlich durch einen Kardiologen erfolgen. Eine umfassende sportkardiologische Untersuchung mit EKG, Herzultraschall und Belastungstest ist vor der Wiederaufnahme zwingend erforderlich, um sicherzustellen, dass die Entzündung vollständig ausgeheilt ist.

Ist ein angeborener Herzfehler immer ein Hinderungsgrund für Leistungssport?

Nicht unbedingt. Das hängt stark von der Art und dem Schweregrad des Herzfehlers ab. Viele einfache Herzfehler, die hämodynamisch nicht relevant sind, erlauben eine uneingeschränkte sportliche Aktivität. Bei komplexeren Fehlern muss der Sportkardiologe eine individuelle Risikobewertung vornehmen und klare Empfehlungen für geeignete Sportarten und Intensitäten geben.

Mein Ruhepuls ist manchmal unter 40. Ist das noch gesund?

Ein sehr niedriger Ruhepuls (Sinusbradykardie) ist bei gut trainierten Ausdauersportlern ein typisches und meist harmloses Zeichen für ein ökonomisch arbeitendes Herz. Solange keine Symptome wie Schwindel oder Leistungsschwäche auftreten, ist dies unbedenklich. Eine sportkardiologische Untersuchung kann jedoch sicherstellen, dass keine krankhaften Ursachen für den langsamen Herzschlag vorliegen.

Was ist die „Commotio cordis“?

Die Commotio cordis ist ein extrem seltenes Ereignis, bei dem ein stumpfer, aber heftiger Schlag auf den Brustkorb (z.B. durch einen Puck oder Ball) genau in einer vulnerablen Phase des Herzzyklus trifft und ein lebensbedrohliches Kammerflimmern auslöst.8 Es handelt sich dabei um ein rein elektrisches Problem bei einem strukturell gesunden Herzen.

Ich nehme Herzmedikamente (z.B. Betablocker). Kann ich trotzdem Leistungssport betreiben?

Das muss individuell beurteilt werden. Betablocker senken die maximale Herzfrequenz und können die Ausdauerleistungsfähigkeit limitieren.9 Je nach zugrundeliegender Erkrankung und Art des Sports ist eine angepasste sportliche Aktivität aber möglich und sinnvoll. Eine enge Absprache mit dem behandelnden Sportkardiologen ist hier unerlässlich.

Sind Herzrhythmusstörungen beim Sport immer gefährlich?

Nein. Gelegentliche Extrasystolen („Herzstolpern“) treten auch bei völlig gesunden Sportlern auf und sind oft harmlos. Anhaltendes Herzrasen, unregelmäßiger Puls oder Rhythmusstörungen, die zu Schwindel führen, müssen jedoch immer durch eine sportkardiologische Untersuchung abgeklärt werden, um gefährliche Formen auszuschließen.

Was bedeutet die Zertifizierung „Sportkardiologe (DGK)“?

Dies ist eine offizielle Zusatzqualifikation der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Sie wird an Kardiologen verliehen, die eine strukturierte Weiterbildung absolviert und eine nachgewiesene Expertise in der Betreuung von Sportlern und Herzkranken im Sport haben. Dieses Zertifikat bürgt für höchste Kompetenz auf dem Gebiet der Sportkardiologie.10

Gibt es Altersgrenzen für Leistungssport aus kardiologischer Sicht?

Nein, es gibt keine festen Altersgrenzen. Auch im Master-Bereich können beeindruckende Leistungen erbracht werden. Allerdings nimmt das Risiko für die koronare Herzkrankheit mit dem Alter zu.11 Daher wird eine regelmäßige sportkardiologische Untersuchung für Athleten ab 35 Jahren umso wichtiger.

Mein EKG wurde als „auffällig“ beurteilt, aber ich bin topfit. Was nun?

Das EKG von Leistungssportlern zeigt sehr häufig Veränderungen, die bei einem Nicht-Sportler als krankhaft gelten würden. Ein erfahrener Sportkardiologe kann diese trainingsbedingten Anpassungen sicher von echten Pathologien unterscheiden. Eine Fehlinterpretation durch einen unerfahrenen Arzt kann zu unnötiger Verunsicherung und falschen Sportverboten führen.

Ihre Herzgesundheit im Leistungssport – in Expertenhand

Intensiver Sport stellt hohe Anforderungen an Ihr Herz. Um sicherzustellen, dass Sie Ihre Leidenschaft ohne Risiko ausüben können, ist eine Betreuung durch einen ausgewiesenen Experten unerlässlich. Als zertifizierter Sportkardiologe bietet Ihnen Dr. Raphael Bruno in Düsseldorf die fachliche Expertise, die für die Beurteilung des Sportherzens notwendig ist.12 Vereinbaren Sie einen Termin für eine umfassende sportkardiologische Untersuchung.

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