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Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung bei Frauen

Was ist anders?

Eine 35-jährige Triathletin stellt sich zur sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchung vor. Die Untersuchung steht am Beginn ihrer Vorbereitung auf die Challenge Roth (Triathlon-Langdistanz). Die sportmedizinische Vorsorge wird von ihrer gesetzlichen Krankenkasse im Bonusprogramm beworben. Über die Frage zur letzten Periode ist sie sichtlich erstaunt.

In den vergangenen Jahren hat sich der Fokus auf den Frauensport zunehmend verändert. Inzwischen erzielen Athletinnen auch in Sportarten Erfolge, die lange Zeit ausschließlich von Männern dominiert wurden. In der Sportmedizin wird ein großes Interesse an spezifischen Frauenthemen deutlich, obwohl noch umfangreiche wissenschaftliche Daten fehlen. Es ist wichtig und notwendig, den speziellen Bedürfnisse von Spitzensportlerinnen sowie von Frauen im Breiten- und Gesundheitssport im Alltag mehr Beachtung zu schenken.

Nicht alle Frauen sind gleich

Frauen durchlaufen im Laufe ihres Lebens kontinuierlich verschiedene hormonelle Phasen. Angefangen von der ersten Regelblutung bis zur Menopause findet ein regelmäßiger Menstruationszyklus statt. Hormonkonzentrationen und zyklusbedingten Symptome unterscheiden sich von Frau zu Frau. Das endogene Hormonprofil wird durch hormonelle Empfängnisverhütung, Schwangerschaften oder eine Hormonersatztherapie (HRT) während der Wechseljahre bei jeder Frau anders beeinflusst.

Zyklusbasiertes Training

Das individuelle Training und Leistungsniveau können durch den Einfluss des Menstruationszyklus variieren. Mit Hilfe eines Zyklustrackings können entsprechende Anpassung der Trainingspläne an den Zyklus vorgenommen, die Effizienz der Belastung verbessert, sondern auch das Verletzungsrisiko möglicherweise verringert werden. Die sportliche Leistungsfähigkeit und Motivation können verbessert werden.

Störungen im Menstruationszyklus

Unabhängig von der ausgeübten Sportart erreicht die Belastung von Körper und Geist im Spitzenbereich häufig eine Grenze. Intensive Trainingsphasen und Wettkampfbelastungen, verbunden mit Stress, können zu Zyklusstörungen führen.

RED-S – Basiert auf relativem Energiemangel

Der Red-S (Relative Energie Defizienz im Sport) basiert auf einem relativen Energiedefizit. Besonders bei intensiven Trainingsbelastungen kann es aufgrund von Zeitbeschränkungen, Reisen usw. schwierig die empfohlene Energiezufuhr zu gewährleisten. Eine strukturierte Anamneseerhebung, wie beispielsweise der gynäkologische Fragebogen der DGSP, kann hilfreich sein.

Lesen Sie den ganzen Artikel Sportvorsorge Untersuchungen bei Frauen – Was ist anders?, erschienen in der Sportärztezeitung 03/2023
Autorin Dr. med. Susanne Berrisch-Rahmel.

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